Welchen Beitrag leistet die verbandliche Kinder- und Jugendarbeit für die Gesellschaft?

Die positive Wirkung von verbandlicher Jugendarbeit in Österreich auf teilnehmende Jugendliche hat die von der BJV und einigen ihrer Mitgliedsorganisationen in Auftrag gegebenen SORA/FORESIGHT Studie zur Wirkung der verbandlichen Kinder- und Jugendarbeit 2022 aufgezeigt. Mitglieder einer verbandlichen Jugendorganisation zeigen ein höheres Ausmaß an Werten, die der sogenannten idealistischen Selbstentfaltung zugeordnet werden, haben ein gutes Selbstvertrauen, vertrauen ihren Fähigkeiten und amen leichter durch die Covid-19-Pandemie und hatten auch davor schon im Durchschnitt eine bessere psychische Gesundheit als Jugendliche insgesamt.

Diese und andere positive Wirkungen entsprechen auch den Wahrnehmungen von Jugendarbeiter*innen, werden in der verbandlichen Jugendarbeit auf lokaler Ebene jedoch nicht immer standardisiert erhoben beziehungsweise sind nicht immer für die jeweilige Landes- oder Bundesorganisation nutzbar. Darüber hinaus gibt es keine regelmäßige, organisationsübergreifende Analyse der Wirkungen der verbandlichen Jugendarbeit

Dies spiegelt sich auch unter anderem in der  Wirkungsbox Jugendarbeit wider, in der von 1895 Einträgen weniger als 10% der Einträge der verbandlichen Jugendarbeit zuzurechnen sind.

Das Projekt, an dem österreichischen Jugendorganisationen, begleitet durch den deutschen Jugendforschungs-Think-Tank Youth Policy Labs teilnehmen, nimmt sich diesem Thema an. Durch eine Erfoschung bestehender Methoden der Wirkungsmessung und die sepzifische Untersuchung einzelner Projekte, wird eine praxisnahe Handreichung entwickelt.

Ziele des Projektes

Im Projekt sollen einerseits bestehende Maßnahmen zur Evaluierung und Qualitätssicherung von Angeboten in Organisationen der verbandlichen Jugendarbeit in Österreich gesammelt werden. Die beteiligten Organisationen entwickeln und testen unter wissenschaftlicher Begleitung verschiedene für sie passende Erhebungsmodelle. Aus den Ergebnissen dieser Pilotphase werden eine Handreichung und ein Bericht entwickelt, die Jugendarbeiter*innen dabei unterstützen sollen, passende Erhebungsinstrumente niederschwellig zu nutzen.

Weitere Infos

An dem Projekt beteiligen sich fünf Mitgliedsorganisationen der Bundesjugendvertretung.

Wissenschaftlich begleitet und umgesetzt wird das Projekt vom deutschen Jugendforschungs- und Jugendpolitik-Think-Tank youth policy labs.

Der Projektzeitraum erstreckt sich von Februar 2025 bis Juni 2026.