Freiwilliges Engagement
Junge Menschen zählen in Österreich zu den Bevölkerungsgruppen mit dem höchsten Engagementgrad: Jede*r zweite Jugendliche engagiert sich freiwillig und leistet so einen Beitrag für sozialen Zusammenhalt. Die Freiwilligenberichte der letzten Jahren zeigen, dass die Zahlen relativ konstant bleiben, sich die Formen des Engagements mitunter aber verändern.
Freiwilliges Engagement ist auch von großer Bedeutung für die BJV, weil die meisten ihrer Mitgliedsorganisationen darauf basieren. So unterschiedlich die Organisationen sind, so vielfältig engagieren sich junge Menschen. Über 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche sind in Organisationen oder Einrichtungen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit aktiv, was einen bedeutenden Teil des freiwilligen Engagements junger Menschen ausmacht.
Mehr Wertschätzung für junge Freiwillige
Die BJV setzt sich u.a. als Mitglied des Freiwilligenrats dafür ein, dass das Engagement junger Menschen mehr Wertschätzung erfährt. Einerseits geht es dabei ums Sichtbarmachen, andererseits aber ganz konkret um die Verbesserung der Situation von jungen Freiwilligen. Die BJV fordert bspw. Maßnahmen in den folgenden Bereichen: rechtliche Absicherung, Abgeltung von finanziellem Aufwand, Anrechnung von non-formal erworbenen Kompetenzen.
Ein wichtiger Schritt zur Unterstützung von Freiwilligen und Organisationen war die Etablierung der Servicestelle Freiwilliges Engagement. Die BJV und ihre Mitgliedsorganisationen stehen hier in engem Austausch. Weitere wichtige Stakeholder sind die Trägerorganisationen der Freiwilligendienste, weil sie vorrangig von jungen Menschen geleistet werden und auch als Zivildienst anrechenbar sind.
Eine der anschaulichsten Forderungen der BJV ist jedoch jene nach einem Rechtsanspruch auf eine Woche Sonderurlaub für Freiwillige. Dazu gibt es in Nachbarländern erfolgreich funktionierende Beispiele, die für Österreich adaptiert werden könnten.