Arbeitsmarkt
Vom Klassenzimmer ins Berufsleben: ein Schritt, der über vieles im Leben junger Menschen entscheidet – aber längst nicht für alle gleich einfach ist. Viele Jugendliche und junge Erwachsene stehen beim Einstieg ins Erwerbsarbeitsleben vor Herausforderungen: die angespannte Budget- und Wirtschaftslage, unbezahlten Praktika oder finanzielle Abhängigkeiten von Eltern erschweren manchmal den Weg in ein selbstbestimmtes Berufsleben. Außerdem verdienen Frauen im Durchschnitt weniger als Männer. Und junge Menschen mit Behinderungen oder unsicherem Aufenthaltsstatus stoßen oft auf zusätzliche Hindernisse.
Faire Chancen auf einen guten Job
Die BJV setzt sich dafür ein, dass alle jungen Menschen faire Chancen auf einen guten Job haben, egal welche Herkunft, welches Geschlecht oder ob mit Behinderung. Dazu gehört ein fairer Zugang zum Arbeitsmarkt und faire Bezahlung. Aber auch das Gefühl, etwas bewirken zu können, gesellschaftlich dazuzugehören, sich weiterentwickeln zu können und Beruf und Privatleben gut zu vereinbaren.
Um dieses Ziel zu erreichen, setzt sich die BJV unter anderem für eine verstärkte Berufsorientierung in der Pflichtschule, die Verbesserung der betrieblichen und überbetrieblichen Lehrausbildung sowie ausreichende niederschwellige Bildungs- und Qualifizierungsangebote ein. Darüber hinaus fordert sie die finanzielle Absicherung des Jugendcoachings, ein Verbot unbezahlter Praktika sowie Maßnahmen gegen prekäre Arbeitsverhältnisse. Weitere zentrale Anliegen sind die Bekämpfung geschlechtsspezifischer Einkommensunterschiede und die Schaffung inklusiver Arbeitsmärkte, beispielsweise durch die faire Entlohnung von Menschen mit Behinderungen in Werkstätten nach dem Grundsatz „Lohn statt Taschengeld“.