Politische Bildung als Unterrichtsfach ab der 5. Schulstufe!

Politische Bildung

Demokratie lebt davon, dass Menschen mitgestalten und mitreden. Wer sich einbringen will, braucht dafür aber das nötige Rüstzeug – und genau das liefert politische Bildung. Nur wer versteht, wie Demokratie funktioniert, kann sich auch verantwortungsbewusst an ihr beteiligen.

Studien wie die Jugendauswertung des Demokratie Monitors 2025 zeigen, dass sich junge Menschen mehr politische Bildung an Schulen wünschen. Denn zurzeit lernen sie zu wenig: So berichten beispielsweise 61% der 16- bis 26-Jährigen, in der Schule zu wenig darüber gelernt zu haben, wie politische Diskussionen geführt werden. Etwa jede*r Zweite ist zudem der Ansicht, unzureichend über die eigenen Rechte als Bürger*in und über Beteiligungsmöglichkeiten informiert worden zu sein. Laut eigener Einschätzung haben auch 40% der jungen Menschen zu wenig über die Funktionsweise unseres politischen Systems gelernt. Das ist ein Problem – gerade weil junge Menschen zunehmend demokratiefeindlichen Botschaften und Entwicklungen ausgesetzt sind. Umso wichtiger ist es, dass sie verstehen, was Demokratie ausmacht.

Demokratie bedeutet nicht, dass alle immer einer Meinung sind – im Gegenteil: Unterschiedliche Ansichten und auch Konflikte gehören dazu. Genau das sollten junge Menschen im Unterricht erleben und lernen damit umzugehen. Es reicht also nicht, nur Wissen über Institutionen wie das Parlament zu vermitteln. Viel wichtiger ist es, Demokratie erlebbar zu machen – als etwas, das jede*r aktiv mitgestaltet.

Dafür braucht es zwei Dinge:

  • Praktische Fähigkeiten wie Kompromisse finden, mit Konflikten umgehen, sich eine eigene Meinung bilden und Entscheidungen treffen
  • Wissen über politische Zusammenhänge, Werte und Geschichte

Ein eigenes Schulfach „Politische Bildung” sollte deshalb alle Wege zeigen, wie man sich beteiligen kann. Das gilt besonders für junge Menschen, die zum Beispiel wegen des fehlenden Wahlrechts noch gar nicht auf klassischem Weg mitbestimmen dürfen – auch sie sollen erfahren, dass ihre Stimme zählt.

Politische Bildung schon ab der Unterstufe

Die BJV fordert die Einführung eines eigenen Unterrichtsfachs „Politische Bildung” ab der 5. Schulstufe in allen Schulformen. Es soll durchgehend unterrichtet werden, damit Jugendliche auch in diesem Fach maturieren können. Außerdem soll politische Bildung fest in der Ausbildung von Lehrpersonen verankert werden, mit mehr Fortbildungsmöglichkeiten.

Politische Bildung findet aber nicht nur in der Schule statt – auch die außerschulische Jugendarbeit leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Deshalb fordert die BJV, dass die Bundes-Jugendförderung gesetzlich abgesichert automatisch an die Inflation angepasst wird. So können Kinder- und Jugendorganisationen auch in Zukunft ihre Angebote umfangreich bereitstellen.

Aktivitäten

  • Initiative bildung.macht.politik

Forderungen

Positionspapier Politische Bildung