Kinder & Jugend
In Österreich leben rund drei Millionen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 30 Jahren. Sie wachsen in unterschiedlichen Lebensrealitäten auf, machen verschiedene Erfahrungen und stehen im Laufe ihres Lebens vor unterschiedlichen Herausforderungen.
Kinder- und Jugendpolitik beschäftigt sich mit all jenen Fragen, die ihr Aufwachsen, ihren Alltag und ihre Zukunft prägen. Dazu gehören etwa Themen wie Bildung, Gesundheit, Wohnen, aber auch der Einstieg ins Berufsleben. Bei politischen Entscheidungen muss daher immer mitgedacht werden, was sie für Kinder und Jugendliche bedeuten.
Eine wichtige Grundlage dafür sind die Kinderrechte. Die UN-Kinderrechtskonvention legt fest, welche Rechte Kinder haben und welche Verantwortung Politik und Gesellschaft tragen, um diese zu schützen und umzusetzen. Die BJV setzt sich in verschiedenen Gremien und durch politische Lobbyarbeit dafür ein, dass Kinderrechte in Österreich vollumfassend eingehalten werden.
Was junge Menschen bewegt, sollte auch die Politik bewegen
Das gängige Vorurteil, Jugendliche würden sich nicht für Politik interessieren, hält sich hartnäckig, stimmt aber nicht. Die BJV möchte junge Menschen ermutigen, ihre Stimmen zu nutzen, und organisiert dafür eigene Partizipationsformate, die einen Dialog mit der Politik ermöglichen. Dabei geht es der BJV nicht nur darum, dass Jugendliche mitsprechen können, sondern auch darum, durch aktive Beteiligung antidemokratischen Tendenzen entgegenzuwirken. Die Auseinandersetzung mit Antifaschismus ist daher auch ein weiterer wichtiger Bestandteil der BJV-Arbeit.
Darüber hinaus arbeitet die BJV zu vielen Themen, die die Lebensrealitäten junger Menschen prägen. Dazu gehören etwa der Kinder- und Jugendschutz, die Wehrpflicht, die Kinder- und Jugendarbeit sowie freiwilliges Engagement. Immerhin engagiert sich laut dem aktuellen Freiwilligenbericht rund jede zweite junge Person ehrenamtlich. Damit freiwillig Engagierte gute Rahmenbedingungen vorfinden, setzt sich die BJV etwa dafür ein, dass Kinder- und Jugendorganisationen finanziell gut abgesichert sind.
Um besser zu verstehen, was junge Menschen beschäftigt und wo Veränderungen notwendig sind, führt die BJV auch Studien und Kooperationsprojekte durch. Die Ergebnisse fließen in die politische Arbeit ein und helfen dabei, Forderungen aus den tatsächlichen Lebensrealitäten Jugendlicher abzuleiten.
Ob Kinderrechte, Beteiligung, Jugendschutz oder freiwilliges Engagement: Im Mittelpunkt steht immer die Frage, was junge Menschen brauchen, um sicher, selbstbestimmt und mit guten Zukunftschancen aufzuwachsen.