Sexuelle Bildung stärkt Selbstbestimmung

Sexualität

Was ist eigentlich Konsens oder wie fühlt sich der eigene Körper an? Solche Fragen beschäftigen junge Menschen, und ihre Anliegen müssen ernst genommen werden. Sexualität gehört zum Leben, von Anfang an: Sie ist Teil der Identität, der Beziehungen, des Wohlbefindens jedes Menschen. Trotzdem ist das Thema gesellschaftlich stark tabuisiert. Scham und Vorurteile stehen einem unbefangenen Umgang oft im Weg.

Die Folge: Fehlt Wissen über Sexualität, Beziehungen, Konsens und die eigenen Rechte, fällt es schwerer, selbstbestimmt zu handeln und Grenzen zu setzen. In Österreich fehlt es an flächendeckender, gut finanzierter Sexualpädagogik.

Selbstbestimmt mit der Sexualität umgehen

Die Weltgesundheitsorganisation sagt: Sexuelle Gesundheit ist wichtig für das Wohlbefinden aller Menschen. Daran orientiert sich die BJV. Sie will, dass junge Menschen selbstbestimmt mit Sexualität umgehen können. Dafür brauchen sie: Wissen, Beratung und Zugang zu Verhütungsmitteln. Außerdem sollen sie vor Diskriminierung und sexualisierter Gewalt geschützt werden. Besonderes Augenmerk gilt dabei jungen Menschen mit Behinderungen, deren sexuelle Selbstbestimmung oft übersehen wird.

Die BJV fordert altersgerechte Sexualpädagogik, ihre stärkere Verankerung in der Pädagog*innen-Ausbildung, regelmäßige Schulangebote, leistbare Verhütungsmittel sowie eine konsequente Prävention sexualisierter Gewalt.

Bereits 2014 setzte sich die BJV mit der Kampagne „RDN WR KLRSX” für bessere Sexualpädagogik ein und trug zur Erneuerung des Grundsatzerlasses Sexualpädagogik bei. 2021 machte das Frauenkomitee mit „Gewalt beginnt schon vor dem ersten Schlag” auf geschlechtsspezifische und sexualisierte Gewalt aufmerksam – seither eine jährliche Tradition.

Forderungen

Positionspapier Jugend & Sexualität