Aus dem Blog

12. Inklusionsbeirat: Stimmungsvoller Jahresausklang

Das 12. Treffen des Inklusionsbeirats war gleichzeitig das letzte Treffen in diesem Jahr. Vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen stand der gezielte Ausbau der Forderungen zu inklusivem Wohnen und inklusiver Bildung im Mittelpunkt. Zudem wurde gemeinsam auf das Jahr 2025 zurückgeblickt. 

Für die Mitglieder des Inklusionsbeirats ist generell klar:

👉 Die konsequente und vollumfassende Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist die Grundlage für echte Inklusion.
👉 Sie haben keinen Bock auf Barrieren.

Inklusive Bildung

Beim Thema inklusive Bildung zeigte sich deutlich, wie groß der Handlungsbedarf ist. Das derzeitige österreichische Bildungssystem wird noch immer nicht konsequent inklusiv gedacht; mit direkten Folgen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.
Mitglieder aus dem Inklusionsbeirat kritisieren insbesondere den Ausbau von Sonderschulen, der in einigen Bundesländern vorangetrieben wird. Stattdessen wird eine inklusive Ausrichtung des gesamten Bildungssystems gefordert. Sonder- und Regelschulen sollten nicht getrennte Wege gehen, sondern gemeinsam gedacht werden und alle Kinder und Jugendlichen inkludieren.

Dafür braucht es natürlich ausreichend finanzielle und personelle Ressourcen, barrierearme Schulgebäude, multiprofessionelle Teams und echte Mitbestimmung. Klar ist: Das System muss sich an die Kinder und Jugendlichen anpassen – nicht umgekehrt.

Plakat mit Forderungen des Inklusionsbeirats zum Thema Inklusiver Bildung.
Ein Plakat zum Thema Inklusives Wohnen wird gestaltet.

Inklusives Wohnen

Auch beim Thema inklusives Wohnen wurde deutlich, dass echte Selbstbestimmung ohne strukturelle Veränderungen nicht möglich ist. Zentral ist dabei die Frage der persönlichen Assistenz. Der Inklusionsbeirat fordert eine bundeseinheitliche, bedarfsgerechte Regelung, die jungen Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Gleichzeitig braucht es eine vielfältige Auswahl an inklusiven und barrierearmen Wohnformen, die Alternativen zu institutionellen Einrichtungen bieten und echte Wahlfreiheit schaffen.

Die gesammelten Inputs und Positionen werden als inhaltliche Grundlage für ein geplantes Treffen mit politischen Entscheidungsträger*innen dienen – denn junge Menschen mit Behinderungen wollen politische Antworten.

Besonders gefreut haben wir uns über den Besuch unserer UN-Jugenddelegierten Katharina Reisenbauer, die die Forderungen des Inklusionsbeirats auch auf internationaler Ebene in Zukunft sichtbar machen wird.

Gestalten von Stickern und Jahresausklang

Nach dem intensiven politischen Austausch wurde es auch kreativ: Gemeinsam entwickelten die Mitglieder Ideen für Sticker-Entwürfe, die im kommenden Jahr für mehr Sichtbarkeit sorgen und die Ziele des Inklusionsbeirats in den öffentlichen Raum tragen sollen.

Zum Abschluss ging es dann nach draußen. Bei einem Jahresausklang mit Sternspritzern und Zeit zum Innehalten wurde gemeinsam als Inklusionsbeirat auf das Jahr 2025 zurückgeblickt und Vorfreude auf 2026 geäußert. Danke an dieser Stelle auch an alle, die 2025 im Inklusionsbeirat mitgedacht, mitdiskutiert und mitgekämpft haben!

Klingt interessant?

Im Inklusionsbeirat finden acht Treffen pro Jahr statt, bei denen sich junge Menschen mit Behinderungen über selbstgewählte Themen austauschen. Beim nächsten Treffen Ende Jänner werden wir mit Elan ins neue Jahr 2026 starten.

Wenn du Interesse hast, beim Inklusionsbeirat mitzumachen, schreib unserer Referentin Paula Schwentner eine Mail an paula.schwentner@bjv.at oder ruf sie unter +43 676 880 11 11 53 an! Wir freuen uns auf dich!

Mitglieder des Inklusionsbeirats stehen für ein Gruppenfoto zusammen und halten Plakate in die Kamera.