Austausch über Grenzen hinweg: Study Visit in den Niederlanden
In der ersten Dezemberwoche machte sich eine vielfältige Delegation auf den Weg in die Niederlande, um im Rahmen eines Erasmus + geförderten Study Visits in Utrecht Einblicke in die niederländische Jugendarbeit zu gewinnen und den internationalen Austausch zu stärken.

Ziel der Reise war es, den Niederländischen Jugendrat (Nationale Jongerenraad – NJR) kennenzulernen und sich intensiv über Strukturen, Serviceangebote, die Arbeit der Boards sowie die Rolle und Einbindung von Mitgliedsorganisationen auszutauschen. Mit dabei waren seitens der BJV die Vorsitzenden Anna Schwabegger und Lejla Visnjic, Geschäftsführer Sebastian Muckenhuber, Marco Frimberger und Charlotte Jüsten aus dem Büro sowie Hannah Rippel und Martin Lahmer vom BJV-Vorstand. Begleitet wurden sie von Judith Hinteregger und Anna Gattringer vom Jugendrotkreuz, Maximilian Müller von den Pfadfinder*innen, Tobias Lang von der Landjugend sowie Elisabeth Löbl von der Evangelischen Jugend. Inhaltlich standen dabei besonders die Themen Equality and Diversity, Bottom-up Youth Initiatives und Youth Participation im Fokus.
Zu Gast beim National Youth Council der Niederlande (NJR)
Ein zentraler Programmpunkt war der ausführliche Besuch beim NJR. Nach einem gegenseitigen Kennenlernen stellten beide Organisationen – BJV und NJR – ihre Strukturen, Arbeitsweisen und aktuellen Projekte vor. Beim gemeinsamen Mittagessen wurde der Austausch weiter vertieft und Raum für persönliche Gespräche geschaffen.
Besonders spannend waren die detaillierten Präsentationen von drei Projekten des NJR:
- Nationale Jugendstrategie: Ein umfassender Beteiligungsprozess, bei dem junge Menschen aktiv in die Entwicklung jugendpolitischer Strategien eingebunden werden.
- Young and Equal: Verschiedene Projekte rund um die Themen Sexualität, Gender und Gleichberechtigung, die gezielt auf Aufklärung und Empowerment setzen.
- Change Maker Academy: Maßgeschneiderte Fortbildungsprogramme für Mitgliedsorganisationen zur Stärkung ihrer Wirkung und Kompetenzen.
Austausch mit dem Niederländischen Jugendrotkreuz
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch beim niederländischen Jugendrotkreuz. Nach dem gegenseitigen Vorstellen der Organisationen entwickelte sich eine intensive Diskussion zu Themen wie Diversität und Gleichstellung, Wirkungsmessung in der Jugendarbeit sowie Strategien zur Erreichung unterschiedlicher Zielgruppen. Besonders interessant war der Austausch über Bottom-up-Initiativen und die Frage, wie junge Menschen aktiv zur Gestaltung von Angeboten ermutigt werden können.

Jugendgeleitete Arbeit bei „Jongeren in de Natuur“
Auch das Treffen mit Jongeren in de Natuur bot wertvolle Einblicke. Die Organisation berichtete über ihre Arbeit, die stark jugendgeleitet und sehr frei organisiert ist. Themen wie Kinderschutz, unterschiedliche Organisationsstrukturen in der Jugendarbeit und der Vergleich verschiedener Jugendverbände standen hier im Mittelpunkt.


Mehr als nur Programm
Neben den inhaltlichen Programmpunkten blieb viel Zeit für informellen Austausch, Vernetzung und das gegenseitige Kennenlernen. Gemeinsame Spaziergänge durch Utrecht und Den Haag, viele gute Gespräche, gemeinsames Lachen und natürlich gutes Essen machten die Reise zu einem rundum gelungenen Erlebnis. Der Study Visit hat nicht nur neue Perspektiven auf Jugendarbeit eröffnet, sondern auch gezeigt, wie wertvoll internationaler Austausch ist – fachlich wie menschlich. Mit vielen neuen Ideen, Kontakten und Eindrücken im Gepäck ging es zurück nach Hause.
