Das neue Frauenkomitee stellt sich vor
Sarah Borozan, Lea Herbst und Fiona Schindl bilden das neue Sprecherinnen-Team des BJV-Frauenkomitees. In diesem Blogbeitrag erzählen sie euch, welche Motivation sie zur BJV gebracht hat und welche frauenpolitischen Themen ihnen besonders wichtig sind.
„Brenne besonders für Themen rund um echte Chancengleichheit”

Sarah Borozan ist Sprecherin des BJV-Frauenkomitees:
Hallo! Ich bin Sarah von den Muslimischen PfadfinderInnen Österreich. Ich bin 21 Jahre alt und studiere Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Ehrenamtliches Engagement ist für mich eine Herzensangelegenheit und fixer Bestandteil meines Alltags.
Warum engagiere ich mich im Frauenkomitee?
Ich engagiere mich im Frauenkomitee, weil ich frauenpolitische Anliegen nicht nur diskutieren, sondern aktiv mitgestalten möchte. Ich bin überzeugt, dass der Wandel hin zu einer gleichgestellten Gesellschaft konkretes Handeln und die Übernahme von Verantwortung erfordert. Deshalb möchte ich die Perspektiven von Frauen sichtbar machen, Anliegen aktiv einbringen und gemeinsam daran arbeiten, nachhaltige Fortschritte in der Geschlechtergleichstellung zu erzielen.
Für welche frauenpolitischen Themen brenne ich?
Ich brenne besonders für Themen rund um echte Chancengleichheit und frühzeitige Förderung von Mädchen und Frauen. Mir ist wichtig, dass junge Mädchen schon früh lernen, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und selbstbewusst aufzutreten. Genau deshalb setze ich mich dafür ein, gesellschaftliche Stereotype bei Bildungs- und Berufswegen aufzubrechen und Frauen zu ermutigen, in allen Berufsfeldern sichtbar zu sein, insbesondere auch in Führungspositionen.
Außerdem liegt mir die selbstbestimmte Berufswahl von Frauen am Herzen. Dafür braucht es Aufklärung, Vorbilder und Räume, in denen Mädchen Entscheidungskompetenz entwickeln können. Langfristig interessieren mich deshalb Themen wie Gender Pay Gap, die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen und die Bekämpfung von Altersarmut bei Frauen, weil wirtschaftliche Teilhabe eine zentrale Voraussetzung für echte Gleichstellung ist.
„Meine Herzensthemen sind Sicherheit und Selbstbestimmung”

Lea Herbst ist stellvertretende Sprecherin:
Hallo! Mein Name ist Lea Herbst, ich bin 24 Jahre alt und darf in den kommenden beiden Jahren als Vertreterin der Österreichischen Blasmusikjugend das Programm des Frauenkomitees mitgestalten! Vor kurzem habe ich mein Geschichtestudium an der Universität Wien abgeschlossen, arbeite seit vier Jahren in einer PR-Agentur als Kommunikationsberaterin und bin leidenschaftliche Klarinettistin.
Warum engagiere ich mich im Frauenkomitee?
Seit vielen Jahren bin ich fest davon überzeugt, dass Veränderung nur erreicht werden kann, wenn man sich aktiv einbringt, brennende Themen offen anspricht und bei anderen Bewusstsein für diese schafft. Besonders uns Frauen werden oft Steine in den Weg gelegt – sei es in der Ausbildung, im beruflichen Alltag, aber auch im Privatleben. Die Motivation für mein Engagement ist klar: Ich wünsche mir eine Welt, in der allen die gleichen Chancen geboten werden und in der wir selbstbestimmt und sicher durchs Leben gehen können.
Für welche frauenpolitischen Themen brenne ich?
Meine Herzensthemen sind Sicherheit und Selbstbestimmung. Solange es nicht selbstverständlich ist, dass Frauen ohne Angst ihren Alltag verbringen können, bleibt noch viel zu tun – denn die Realität zeigt uns tagtäglich, wie weit wir davon noch entfernt sind.
In einer idealen Welt muss keine Frau eine*n Vertraute*n am Nachhauseweg anrufen, weil sie sich unwohl fühlt. Sich als vergeben ausgeben, um von einer ungewollten Bekanntschaft in Ruhe gelassen zu werden. Eine falsche Telefonnummer hergeben, weil das Gegenüber nicht lockerlässt. Im öffentlichen Raum fragen, ob Luisa da ist, um Hilfe bei sexueller Belästigung zu erhalten. In einer idealen Welt sind wir sicher. In einer idealen Welt passieren keine Übergriffe auf Frauen. Und in einer idealen Welt ist nur ein eindeutiges „Ja“ eine Zustimmung. Ich möchte meinen Beitrag leisten, um diese Vision Realität werden zu lassen. In diesem Sinne freue ich mich auf unsere Arbeit im Frauenkomitee!
„Echte Wahlfreiheit für alle Frauen und Mädchen”

Fiona Schindl ist stellvertretende Sprecherin.
Hey! Ich heiße Fiona Schindl, bin 23 Jahre alt und bin Frauen*sprecherin der Sozialistischen Jugend Österreich, die ich ab jetzt auch im BJV-Frauenkomitee vertreten darf! Im „echten“ Leben studiere ich Jus und bin bei der Arbeiterkammer Wien angestellt. Außerdem darf ich Jugendgemeinderätin in meiner Heimatgemeinde Klosterneuburg (NÖ) sein, wo ich auch bei den Pfadfinder*innen und mehreren Theatergruppen bin.
Warum engagiere ich mich im Frauenkomitee?
Im Frauenkomitee sehe ich die Möglichkeit, Feminismus an ganz viele junge Menschen zu bringen, und zwar über Orte, die ihnen bereits vertraut sind – ihre Organisationen und Vereine. Gleichstellung war nie und wird nie etwas sein, das einfach vom Himmel fällt: Feministischer Fortschritt musste immer erkämpft werden. Das war immer schon leichter, wenn man dabei nicht alleine war. In der BJV sind viele junge Menschen vereint, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren und für ihre Werte einsetzen. Mit meiner Arbeit im Frauenkomitee möchte ich dazu beitragen, dass sie, dass wir gemeinsam für Feminismus einstehen und so unsere Gesellschaft voranbringen!
Für welche frauenpolitischen Themen brenne ich?
Ganz viele! Angefangen mit gleichem Lohn für gleiche Arbeit und der Schließung des Gender Pay Gaps, der zentral für die tatsächliche Gleichstellung und ökonomische Unabhängigkeit für Frauen ist. Damit zusammen hängt auch der Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen – einerseits braucht es funktionierende Prozesse, die Betroffene schützen und andererseits strukturelle Veränderungen, um präventiv einzugreifen.
Ich setze mich für echte Wahlfreiheit für alle Frauen und Mädchen ein – wenn es um ihre Arbeit, ihren Familienentwurf und ihren Körper geht. Dazu gehört auch, dass sie die selben Chancen haben wie ihre männlichen Verwandten, Kollegen und Mitschüler – auf allen Ebenen. Bildung spielt hier eine ebenso große Rolle wie Teilhabe an der Gesellschaft, und beides muss unabhängig von Herkunft und Kontostand allen zugänglich sein!