Wir bringen eure Anliegen direkt nach Brüssel!

Eine Delegation aus BJV-Vorstandsmitgliedern und Vertreter*innen unserer Mitgliedsorganisationen hat sich im Rahmen einer über Erasmus+ geförderten Lobby- und Austauschreise im Februar 2026 auf den Weg nach Brüssel gemacht. Die Reise stand unter dem Motto des Youth Goals #1: Die EU mit der Jugend zusammenbringen. In diesem Sinne wollten wir einerseits mehr über die EU-Institutionen erfahren, andererseits aber auch unsere Ideen und Forderungen in die EU-Institutionen bringen.

Zu Besuch beim Flämischen Jugendrat

Gemeinsam mit der flämischen Jugendvertretung, dem Flämischen Jugendrat (VJR), haben wir ein dichtes zweitägiges Programm auf die Beine gestellt.

Gleich am ersten Abend unserer Reise begrüßten uns Mitglieder aus dem VJR zu einem informellen Austausch, den wir dann am nächsten Vormittag bei einem offiziellen Besuch in deren Räumlichkeiten vertieften. Der VJR ist eine von drei Jugendvertretungen in Belgien und unter dem Dach von „De Ambrassade“ angesiedelt – einer Organisation, die offene und verbandliche Jugendarbeit, Jugendinformation und Jugendvertretung vereint. Ein spannendes Modell, das zeigt, wie eine enge Zusammenarbeit im Jugendbereich auch aussehen kann.

VertreterInnen von Jugendorganisationen aus Österreich und Flandern tauschen sich bei einem Mittagessen aus.

Zeitgleich zu unserem Austausch traf sich ein Großteil der Mitgliedsorganisationen des flämischen Jugendrats im flämischen Jugendministerium. Unsere Gruppe wurde dorthin zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen, bei dem wir die Gelegenheit zu spannenden Gesprächen hatten. So erfuhren wir ganz nebenbei, wie die Finanzierung des Jugendsektors in Flandern funktioniert und welche unterschiedlichen Kategorien von Jugendorganisationen als anerkannt gelten.

Austausch in verschiedenen EU-Institutionen

Unser nächster Halt: die Europäischen Kommission. In der Generaldirektion Bildung, Jugend, Sport und Kultur (DG EAC) bekamen wir Einblicke in die Beteiligungsmöglichkeiten auf EU-Ebene und diskutierten über die Zukunft der EU-Jugendstrategie. Klar wurde: Jetzt werden wichtige Weichen gestellt.

Danach machten wir uns auf den Weg ins Europäische Parlament, um den Abgeordneten Hannes Heide zu treffen. Ihm überreichten wir die Ergebnisse des EU-Jugenddialogs und Forderungen, die im Rahmen des Klimajugendrats entstanden sind.

Der Parlamentarier verhandelt aktuell in einem Ausschuss des EU-Parlaments das zukünftige Erasmus+ Programm mit, was für uns von besonderem Interesse war.  Die BJV fordert hierzu ein eigenes starkes Jugendkapitel und ein Budget, das dezidiert für den Jugendbereich vorgesehen ist. Beides fehlt im aktuellen Vorschlag der EU-Kommission.

Vernetzt auf europäischer Ebene

Am zweiten Tag stand das Europäische Jugendforum (YFJ) auf dem Programm, in dem die BJV Mitglied ist. Eine Vertreterin des flämischen Jugendrats, die im Vorstand des YFJ sitzt, gab uns Einblicke in aktuelle Lobby-Schwerpunkte und Entscheidungsstrukturen. Aktuell sind Erasmus+ und die neu zu gestaltenden EU-Jugendstrategie große Themen, für die sich das Jugendforum auf europäischer Ebene stark macht.

Zum Abschluss unserer Reise trafen wir Vertreterinnen der Ständigen Vertretung Österreichs zur EU. Auch hier erhielten wir spannende Einblicke hinter die Kulissen und erfuhren, wie Verhandlungen des Rates der EU vorbereitet und geführt werden.

Junge Menschen stehen vor einer Logo-Wand im Europäischen Jugendforum und deuten auf das Logo der Bundesjugendvertretung.
Junge Menschen stehen vor einem Logo der Ständigen Vertretung Österreichs zur EU.

Fazit

Insgesamt konnten wir uns in den beiden Tagen voller spannender Termine vieles mitnehmen, aber auch einiges dalassen.

Dass Kinder und junge Menschen in Österreich eine Stimme haben, die man auch auf EU-Ebene hören muss, war dabei unsere wichtigste Botschaft!

Logos Erasmus + mit EU Flagge und Bundesjugendvertretung