Jugend gedachte der Befreiung des KZ Mauthausen

Über 13.000 Menschen nahmen am 10. Mai 2026 an der Internationalen Befreiungsfeier der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teil. Die BJV gedachte mit zahlreichen Kinder- und Jugendorganisationen vor allem der jungen Menschen, die Opfer des NS-Regimes wurden. Außerdem wurde das 25-jährige Bestehen des Kinder- und Jugenddenkmals gewürdigt.

Zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen fand am 10. Mai 2026 in der KZ-Gedenkstätte die alljährliche Internationale Befreiungsfeier statt. Unter dem thematischen Schwerpunkt „Täter und Täterinnen im Nationalsozialismus“ richtete sich der Fokus bewusst auf jene Menschen, die durch aktives Handeln, Mitwirkung oder Schweigen zur Entstehung und Aufrechterhaltung des nationalsozialistischen Terrorsystems beigetragen hatten.

Die BJV nahm mit zahlreichen Kinder- und Jugendorganisationen an den Gedenkfeierlichkeiten teil. Der gemeinsame Jugendgedenkzug führte vom Steinbruch über die Todesstiege zum Europäischen Kinder- und Jugenddenkmal, an dem 2026 auch das 25-jährige Bestehen des Denkmals gewürdigt wurde. Die Eröffnung des Denkmals fand im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung statt, zu der die BJV (damals Bundesjugendring) gemeinsam mit dem Mauthausen Komitee und der Österreichischen Lagergemeinschaft eingeladen hatte.

Mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche im KZ Mauthausen

Kinder unter 14 Jahren erlitten im KZ Mauthausen ein besonders schweres Schicksal. Da Jugendliche in den Augen der SS erst ab 14 Jahren als arbeitsfähig galten, wurden viele jüngere Kinder gleich zu Beginn von der SS ermordet. Im März 1945 waren im KZ Mauthausen mehr als 15.000 Kinder und Jugendliche registriert.

Wie viele junge Menschen in Konzentrationslagern systematisch gefoltert und ermordet wurden, lässt sich heute nur mehr schätzen, da viele Opfer nicht registriert oder Unterlagen vom NS-Regime vernichtet wurden. Historiker*innen gehen von über 1 Million junger Menschen aus, die von den Nationalsozialisten gefoltert und ermordert wurden. All diesen Kindern und Jugendlichen ist das Denkmal gewidmet, das als lebendiges Mahnmal erbaut wurde und sich im Laufe der Zeit verändern darf und soll. Die Veränderbarkeit des Denkmals und die Möglichkeit, es gemeinsam mit jungen Menschen weiterzuentwickeln, stehen für eine aktive Gedenkarbeit und gegen das Vergessen.

Darauf machten auch die BJV-Vorsitzenden Lejla Visnjic und Ahmed Naief in ihrer Rede aufmerksam. Sie riefen dazu auf, weiter aufzustehen und gemeinsam gegen Hass, Spaltung und nationalsozialistisches Gedankengut einzutreten, damit dieses in unserer Gesellschaft nie wieder Fuß fassen kann.

  • Dieses Bild zeigt einen Teil des BJV-Vorstandes beim Jugendgedenkzug in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, EInzug am Appellplatz
  • Dieses Bild zeigt den Beginn des Jugendgedenkzuges im Steinbruch des ehemaligen KZ Mauthausen
  • Dieses Bild zeigt einen Teil des BJV-Vorstandes beim Jugendgedenkzug in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen
  • Dieses Bild zeigt einen Teil des BJV-Vorstandes beim Jugendgedenkzug in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen
  • Das Bild zeigt die BJV-Vorsitzenden Lejla Visnjic und Ahmed Naief bei einer Rede
  • Das Bild zeigt das Europäische Kinder- und Jugenddenkmal
Fotos: Samuel Haijes