Das war die Plattform Klimakommunikation und Jugendbeteiligung im März 2026

Die Plattform „Klimakommunikation & Jugendbeteiligung“ ist ein zentraler Ort für Fachkräfte, Engagierte und Multiplikator*innen, die sich an der Schnittstelle von Jugendbeteiligung und Klimakommunikation bewegen. Koordiniert von der BJV im Auftrag von klimaaktiv, bietet die Plattform regelmäßig Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung und gemeinsame Reflexion.

Fokus des letzten Treffens: Desinformation und Fake News im digitalen Raum

Anfang März traf sich die Plattform erneut, diesmal mit einem besonders aktuellen Schwerpunkt: „Desinformation & Fake News im digitalen Raum“. Gerade zu Klimathemen werden über Social Media immer wieder falsche oder irreführende Informationen verbreitet. Die BJV setzt sich daher auch für mehr digitale Sicherheit ein, um junge Menschen und Multiplikator*innen im Umgang mit solchen Inhalten zu stärken.

Interaktiver Einstieg: Wissen sammeln und Erfahrungen teilen

Um das bestehende Wissen der Teilnehmer*innen abzufragen und einen gemeinsamen Einstieg zu finden, startete das Treffen mit einer „Stillen Diskussion“. An vier Stationen konnten die Anwesenden ihre Einschätzungen zu folgenden Fragen und Themen festhalten:

  • Top 10 Fake (Klima) News

  • Wo ist man meisten mit Desinformation konfrontiert?

  • Wa(h)r oder phallsch? Welche Aussagen sind besonders gut getarnt bzw. (sogar für uns) schwierig als Desinformation zu identifizieren?

  • Bereits erprobt und umgesetzt: Welche (selbst ganz kleinen/alltäglichen) Dinge können tun wir?

Diese Methode ermöglichte es, das Wissen und die Perspektiven aller Anwesenden sichtbar zu machen – unabhängig von ihrer Rolle oder ihrem Hintergrund. Im Anschluss wurden die gesammelten Impulse in Kleingruppen vertieft und besonders überraschende oder unbekannte Aspekte im Plenum diskutiert.

Expert*innen-Input: Social Media, KI und der Umgang mit Desinformation

Als Gast referierte Barbara Buchegger vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT – Safer Internet). Sie gab einen Überblick über das aktuelle Nutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen und zeigte auf, welche Plattformen derzeit relevant sind.

Anhand konkreter Beispiele verdeutlichte Buchegger, wie Fake News und Desinformation zum Thema Klima heute aussehen – und welche Handlungsmöglichkeiten es in der eigenen Arbeit gibt. Besonders wertvoll waren dabei praktische Tipps für den Alltag, etwa:

  • Wie kann ich mit engen Bezugspersonen umgehen, die Fake News verbreiten?
  • Welche Websites und Tools eignen sich für schnelle Faktenchecks?

Diskussion: Klima-Fake News und Social Media Verbot

Ein besonders spannender Aspekt der Diskussion war der Zusammenhang zwischen Männlichkeit, der sogenannten „Manosphere“, und der Verbreitung von Klima-Fake News. Die Gruppe tauschte sich darüber aus, welche Bilder von Männlichkeit aktuell die Debatte prägen und welche alternativen, positiven Vorbilder es braucht, um dem etwas entgegenzusetzen. Wie können wir junge Männer für Klimathemen begeistern? Abschließend wurde das Thema Social-Media-Verbot diskutiert: Wie schätzen die beteiligten Organisationen ein solches Verbot ein? Was erhofft man sich davon und welche Risiken oder unbeabsichtigten Nebenwirkungen könnten damit einhergehen?

Das Treffen der Plattform „Klimakommunikation & Jugendbeteiligung“ hat wieder deutlich gemacht, wie wertvoll der gemeinsame Austausch ist: Ob im Umgang mit Desinformation, bei der Entwicklung neuer Formate oder im Teilen von Best-Practice-Beispielen. Mit vielen neuen Impulsen, praktischen Tipps und spannenden Diskussionen blicken wir nun gespannt auf das nächste Treffen und freuen uns auf weitere frische Perspektiven, innovative Ansätze und den gewohnt lebendigen Austausch innerhalb der Plattform.

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