Video: Gewalt beginnt schon vor dem ersten Schlag!
Zum Tag gegen Gewalt an Frauen, am 25. November, macht die BJV jedes Jahr darauf aufmerksam, dass Gewalt nicht nur physische Gewalt meint: Denn Gewalt beginnt schon vor dem ersten Schlag. Das bedeutet, dass Frauen überall in ihrem Leben Diskriminierung erfahren, zum Beispiel in Form von geringerer Bezahlung, Hassnachrichten im Internet oder in der Ausbildung. Diese Mechanismen gipfeln dann leider in Gewalttaten bis zu Femiziden. Um auf diese Dynamiken aufmerksam zu machen, hat das BJV-Frauenkomitee ein Video veröffentlicht, in dem diese Aspekte aufgezeigt werden: Mädchen und Frauen sind tagtäglich mit frauenfeindlichen Sprüchen oder Handlungen konfrontiert, sei es im beruflichen oder privaten Kontext, oder auch im öffentlichen Raum.
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Um Gewalt gegen Frauen wirksam zu bekämpfen, muss bei den strukturellen Ursachen angesetzt und Geschlechtergerechtigkeit gefördert werden. Ein wichtiger Schritt ist dabei die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen. Dafür braucht es eine faire Entlohnung von Arbeit und eine gerechte Verteilung der unbezahlten Arbeit zwischen den Geschlechtern.
Besonders während des Corona-Lockdowns zeigte sich, wie prekär die Situation für Frauen und Kinder sein kann, die von häuslicher Gewalt betroffen sind. Umso wichtiger sind ausreichend finanzierte und gut ausgestattete Gewaltschutzeinrichtungen, damit Betroffene rasch und sicher Unterstützung erhalten. Gleichzeitig braucht es einen Ausbau von Präventions- und Täterarbeit. Prävention und Bildungsarbeit zum Thema Gewalt sollten bereits im Kindergarten und in der Schule beginnen.