Jugendbeteiligung auch in der Pandemie

Larissa Lojic ist neue European Youth Delegate (EYD) 2020/21 und vertritt ab sofort die Interessen junger Menschen auf europäischer Ebene. Was Larissas Aufgaben sind und was ihr vor allem in diesen Zeiten wichtig ist, erklärt Larissa in ihrem ersten Blog.

Text: Larissa Lojic

Wir befinden uns in einer Welt, die dauerhaft im Wandel ist. Mit diesen Veränderungen kommen neue Probleme, aber auch neue Möglichkeiten. Um diese Möglichkeiten zu nutzen, braucht es Zusammenarbeit auf allen Ebenen: regional, national und europaweit. Junge Menschen müssen mit am Verhandlungstisch sitzen, wenn es um Themen geht, die sie betreffen. Deshalb gibt es den Jugenddialog, bei dem junge VertreterInnen aus ganz Europa zusammenkommen, um die Anliegen junger Menschen in den Vordergrund zu bringen.

Als Klassen- und Schulsprecherin habe ich das erste Mal begonnen mich mit jugendpolitischen Themen zu befassen und mit Jugendlichen über ihre Anliegen zu reden. In meinem Studium der Politikwissenschaft und Volkswirtschaft habe ich mein Wissen bezüglich dieser Themen noch weiter vertieft. Nun freue ich mich dieses Wissen einzusetzen, um gemeinsam mit EYD Johannes Wittmann die Stimme der österreichischen Jugend auf europäischer Ebene zu sein. Unser erster Stopp: die EU-Jugendkonferenz in Portugal, die in der Pandemie online stattfinden wird. Dort werden wir uns mit anderen EYDs über das Thema der aktuellen Beteiligungsrunde des Jugenddialogs austauschen: Youth Goals #9 – Räume und Beteiligung für alle.

Dieses Thema ist aktueller denn je: Seit die Coronavirus-Pandemie in Europa ausgebrochen ist, hat Beteiligung für junge Menschen eine andere Form angenommen. Von einem auf den anderen Tag wurden über 1,1 Millionen SchülerInnen ins Homeschooling versetzt. Viele Lehrlinge konnten ihre Lehrstellen nicht mehr aufsuchen und StudentInnen hatten auf einmal Online-Prüfungen. Corona hat unser Verständnis für Raum ziemlich auf den Kopf gestellt. Genau deshalb wollen wir uns dafür einsetzen, dass wir nicht bloß zur alten „Normalität“ zurückkehren, sondern eine bessere schaffen.

Zudem wurde die Ungleichheit in unserer Gesellschaft durch Corona deutlich. Deshalb liegen mir die Youth Goals #2 – Gleichberechtigung aller Geschlechter und #3 – Inklusive Gesellschaften besonders am Herzen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir diese Ziele erreichen können und somit alle jungen Menschen die Möglichkeit haben werden, ihr Potenzial voll auszuschöpfen und sich zu ganz zu entfalten. Dieses Ziel werde ich in meiner Arbeit als EYD stets im Hinterkopf behalten.

Genug gesagt, jetzt wird getan!