Das war der Auftakt des Kinderbeirats im Jahr 2026

Zum Jahresauftakt hat sich der Kinderbeirat folgenden Fragen gewidmet: Was passiert 2026? Was ist der Jahresschwerpunkt der BJV? Und welche Projekte will der Beirat heuer gerne umsetzen?

Vorsitzender Ahmed Naief steht in der Mitte des Fotos und erklärt etwas. Neben ihm sitzt Vorstandsmitglied Matthias Hauer auf einem Stuhl. Im Hintergrund sind ein Fenster sowie bunte Plakate zu sehen.

Im Rahmen der Kampagne „3 Millionen“ diskutierten die Kinder des Kinderbeirat gemeinsam mit BJV-Vorsitzenden Ahmed Naief, wo Kinder mehr Mitspracherecht brauchen und wie echte Beteiligung gelingen kann. Sehr schnell wurde dabei deutlich, dass es viele Bereiche gibt, in denen sich Kinder mehr Gehör wünschen. Besonders die Schule spielt dabei eine wichtige Rolle, aber auch der digitale Raum. Ein besonders intensiver Austausch entstand rund um das Thema Social Media. Gemeinsam mit Ahmed Naief und Vorstandsmitglied Matthias Hauer diskutierten die Kinder über ein mögliches Social-Media-Verbot. Die Meinungen gingen dabei deutlich auseinander und gerade das machte die Diskussion so spannend.

Die jüngeren Kinder finden ein Verbot grundsätzlich in Ordnung. Gleichzeitig wünschen sie sich, gemeinsam mit ihren Eltern erste Einblicke zu bekommen, um langsam Erfahrungen sammeln zu können. Einige äußerten sogar die Sorge, dass sie sonst nur noch Zeit am Handy verbringen und andere schöne Dinge verpassen würden.

Die älteren Kinder blickten etwas anders auf das Thema: Sie sorgen sich weniger um die eigene Nutzungszeit, sondern vielmehr um Inhalte und Risiken. Dabei wurden u. a. Fake News, Stalking der Druck durch idealisierte Körperbilder thematisiert. Ein vollständiges Verbot halten viele von ihnen jedoch nicht für sinnvoll. Stattdessen wünschen sie sich Schutzmaßnahmen, zeitliche Begrenzungen oder inhaltliche Einschränkungen. Kinder unter 14 Jahren sollten aus ihrer Sicht durchaus Social Media nutzen dürfen – allerdings mit besonderen Vorkehrungen.

Das bild zeigt drei Kinder, die sich einer Pinnwand zuwenden. Die Moderatorin Hanna Biller deutet auf die Pinnwand und erklärt den Kindern etwas.

Auch die positiven Seiten von Social Media kamen zur Sprache. Die Kinder erzählten, dass die Zeit dort schnell vergehe, dass es lustig sei und sie aufmuntere, wenn sie traurig sind. Doch auch an diesem Punkt entstand eine Diskussion: Ist es vielleicht auch beunruhigend, wenn die Zeit „zu schnell“ vergeht? Und sollte man, wenn man traurig ist, nicht lieber mit anderen Menschen sprechen?

Vielfältige Meinungen zum Social-Media-Verbot

Vier Mädchen sind von hinten zu sehen, wie sie Sticker auf eine Pinnwand kleben. Im Hintergrund der Pinnwand hängen bunte Plakate.

Am Ende spiegelte sich die Vielfalt der Meinungen auch im Stimmungsbild wider: Etwa ein Drittel sprach sich für ein Verbot aus, ein Drittel dagegen, und ein weiteres Drittel war unentschlossen. Ein klares Zeichen dafür, wie komplex das Thema ist und wie wichtig es ist, Kinder in solche Debatten einzubeziehen.

Nach einer wohlverdienten Pause mit Krapfen richtete sich der Blick in die Zukunft. Für 2026 hat der Kinderbeirat das Schwerpunktthema „Medien“ festgelegt. Dabei soll das Thema aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet werden. Die Kinder sollen dabei nicht nur über Medien sprechen, sondern selbst aktiv werden, Expert*innen einladen und eigene Projekte umsetzen.

Die gesammelten Ideen reichen von einem Podcast über Video- und Hörspielprojekte bis hin zu Zeitungsartikeln rund um den Kinderbeirat und das Thema Social Media. Welche Projekte letztlich umgesetzt werden, wird sich im Laufe des Jahres zeigen.

Finde raus wie es beim nächsten Kinderbeirat weitergeht: Komm am 15. April 2026 von 16:00-18:00 in der BJV vorbei. Die Anmeldung und weitere Infos findest du hier!